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Aufgeschnappt – Wörter, die es erst noch schaffen müssen

Im Internet, in der Zeitung, auf der Straße, im Gespräch mit Freunden, auf der Arbeit, im Radio oder im Fernsehen… manchmal schnappen wir Wörter auf, die es so eigentlich noch gar nicht gibt, zumindest nicht in Wörterbüchern.

Viele dieser Wörter sind nur kurzlebig. Sie sind an einen bestimmten Moment, an das Zeitgeschehen, an eine Mode gebunden. Man versteht sie nur in einem konkreten Zusammenhang und gerät dieser in Vergessenheit, so verschwindet auch das Wort wieder. Eintagswörter, Kurzzeitwörter, Wörter mit einer geringen Halbwertszeit, Wörter, die kommen und gehen.
Anderen neuen Wörtern begegnen wir hingegen häufiger und über einen längeren Zeitraum hinweg. Es sind Wörter, die auf einem guten Weg sind, es irgendwann einmal in die Wörterbücher zu schaffen. Wörter, die etwas bezeichnen, das zu bezeichnen sich lohnt.

All diese Wörter wollen wir hier mit euch sammeln.
Und vielleicht schaffen es ja einige dieser Wörter in unsere Liste der Deutschwortschätze!

5 Kommentare

  1. deutschwortschatz sagt

    Wir fangen einfach mal an:

    Während der Handball-WM 2015 in Katar tauchte das Wort „Klatschspanier“ auf, für die spanischen Zuschauer, die, von Katar eingeflogen und bezahlt, mangels eigener Fans die Mannschaft von Katar unterstützt haben. Anders als das Wort „Jubelperser“ vom Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, wird es dieses Wort aber sicher nicht schaffen.

  2. Hallo liebe Freunde,

    von den Deutschen hörte ich ein paar Male das Substantiv sowie das Verb, was in unseren Wörterbüchern noch nicht steht. Mir gefällt es: die Verschlechtbesserung, etw. verschlechtbessern.

    Und noch ein spezifisches Wörtchen vielleicht nur für das Wörterbuch russisch-deutsch:
    остограмиться – sich behundertgrammen (d.h. 100 Gr. Schnaps an die Brust nehmen); übrigens hat das Verb ein Deutscher (deutsche Botschaft in Moskau) vor Jahren erfunden. Mir gefiel es auch sehr!

    Bis bald!

    • deutschwortschatz sagt

      Hallo Alex,

      wahrscheinlich meinst du verschlimmbessern, oder?
      Das Verb „sich behundertgrammen“ ist sehr witzig. In Deutschland und für Bier müsste man die Menge noch ein bisschen anpassen, aber dann hätte man noch ein neues Verb.
      Grüße,
      Andi

    • Dr. Meier sagt

      Rußlandkundigen ist das angebliche Wort „sich behundertgrammen“ – obwohl nirgends normativ festgehalten – durchaus verständlich. Weder für sie noch für Dritte besteht Bedarf an einem solchen Wort.
      Das 1. Wort des vorliegenden Kommentars wird vom Schreibprogramm unterstrichen, also als nicht vorgesehen markiert. Es ist punktuell verständlich, gehört aber keineswegs in Wörterbücher.

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