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Mein Lieblingswort der deutschen Sprache

Stellt eure Lieblingswörter vor und schreibt eure Gedanken zu diesen Wörtern.

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15 Kommentare

  1. Jožica Cerovšek sagt

    Das Wort „Fensterland“ finde ich symphatisch..
    Einmall fragte ein Journalist Angela Merkel, was sie an Deutschland mag.
    Sie antwortete:“ Kein Land konnte so dichte und schoene Fenster bauen.“
    Der Journalist nannte sein Land dann weiter im Text „unser Fensterland“.
    So kreativ wie der moechte ich auch sein.

    MfG

    Jožica Cerovšek

  2. Christin sagt

    In einigen Brief- oder Mailwechseln mit begnadeten Schreiberlingen und während der eigenen Poesie-Lektüre wurde ich schon oft über die mannigfaltigen Schätze der deutschen Sprache entzückt und habe eine längere Liste mit Lieblingsworten erstellt. Ich habe sie mit der hier existierenden, grandiosen Liste abgeglichen und hoffe nun, dass keines „doppeltgemoppelt“ vorkommt ;-):

    Aufgrund ihrer schönen Polysemantik gefallen mir folgende Worte:
    angeschmiert (veräppelt oder mariniert?),
    anmachen (einen Lichtschalter oder eine Perle?; dasselbe gilt für ausmachen: ein Rendezvous oder den Backofen?),
    behütet (heute durch Gott, morgen durch eine Melone …),
    friedfertig (friedvoll oder mit dem Frieden fertig?),
    frühreif (das Kind oder der Apfel?),
    Laster (der Fünfzehntonner/Truck oder Müßiggang?),
    naturtrüb (Apfelsaft oder Norddeutsche?),
    notwendig (unentbehrlich oder not-wendig, die Not wendend?),
    totlachen (ausgelassen heiter oder bierernst?),
    Traumschloss (ein Lustschloss, ein Märchenschloss oder ein in den Träumen bleiben müssendes Luftschloss?),
    überlisten (täuschen mit List oder bürokratisch mit Listen überfordern?),
    Unternehmer (abenteuerlustig oder geschäftstüchtig?),
    würgen (erwürgen oder erbrechen?)

    Aufgrund ihres Wohlklangs oder ihres ganz eigenartigen Charmes ergab sich außerdem folgende Liste:
    Aberwitz, abhandenkommen, Angesicht, arabesk, aufgewühlt,
    bange, Barbar, bedauern, Beletage, berühren, Bonmot, brüllen-Brüller,
    Dachstübchen, Dämmerlicht, dürsten,
    Empfängnis, erkiesen – erkoren, ewig Gestrige,
    Fanfaren, Firmament,
    Gauner,
    geherzt/ herzen, geloben, Gewölbe,
    Holdseligkeit,
    innig, Irrlicht,
    Jubel,
    Klage – kläglich,
    Lauer, leger, liebestrunken, liebkosen, Lustspiel,
    Manieren,
    Narr, nonchalant,
    opulent,
    pittoresk, Posse, Puste,
    Reigen,
    schlummern, sinnträchtig, spitzbübisch,
    Todestrieb, Tragik, trödeln,
    Übermut, unermüdlich, unflätig, ungestüm, unverbesserlich, üppig,
    vergnügt, verklären, verrucht, vis-à-vis,
    wehrlos, Wunderkerze,
    Zote.

    Herzlichst –
    Christin

    • deutschwortschatz sagt

      Hallo Christin,

      das ist eine tolle Liste mit Lieblingswörtern! Da sind ja noch viele weitere Wortschätze für unsere Sammlung dabei, danke!

      Grüße,
      Andi

  3. Es gibt das schöne altmodische Wort „anverwandeln“. Gemeint ist damit sich etwas zu eigen machen, bezw. sich an etwas oder jemanden anzunähern und sich dabei selbst zu verändern. In der Ostpolitik von Brandt und Bahr wurde dies mit dem Begriff „Wandel durch Annäherung“ von BRD und DDR gekennzeichnet.

    • deutschwortschatz sagt

      Danke für das Wort.
      Das Verb und auch das Nomen „Anverwandlung“ sind sehr schön. Sie haben heutzutage einen schweren Stand, obwohl es doch eigentlich kein anderes Wort mit dieser Bedeutung gibt.
      Die Bedeutung „jemanden imitieren und ihm dadurch ähnlich werden“ wird sehr deutlich: Man (ver)wandelt sich und nähert/gleicht sich so dem angestrebten Bild oder einer Person an.

  4. Erich H. Slaby sagt

    „Ich habe mich verratscht!“ –Das ist wohl eher süddeutsch, kommt von „ratschen“, also ein lockeres, unverbindliches Gespräch führen, unter Nachbarn an der Wohnungstür zum Beispiel.
    Aber „ich habe mich verratscht“ wird wohl, bei verspäteter Ankunft am vereinbarten Zielpunkt, eher als Entschuldigung eingesetzt, wenn man dorthin ein bisschen zu spät kommt, weil man sich eben „ver-ratscht“ und dabei vor lauter interessanter Themen vom Hundertsten ins Tausendste gekommen ist — und nicht mehr auf die Uhr geschaut hat.

    • Coconutcake sagt

      also ich kenn das Wort. Ich komm aus Hessen, das ist wohl nicht eher sooo süddeutsch. Ich mein, es ist ja sozusagen die „Mitte“

  5. deutschwortschatz sagt

    Jetzt aber schnell, bevor wir mit der Antwort zu spät kommen.

    Danke. Dieses schöne Wort kannten wir nicht. Wenn man sich verratscht, so ist das ja ein gutes Zeichen, denn man pflegt soziale Kontakte (und zwar direkt und nicht über Internet – es sei denn, man kann sich heutzutage auch in einem Chat verratschen) und trifft in seinem alltäglichen Leben auf Menschen, mit denen man sich austauschen kann.
    „Ich habe mich verratscht“ ist also so ähnlich wie „Ich habe mich festgequatscht.“

  6. Gizi sagt

    Mein Lieblingswort ist „Milch“. Nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern wegen des warmen, weichen Klangs.

  7. Meine persönlichen Lieblingswörter sind

    „Symphonie“ aufgrund des Klanges und der Vorstellung von Harmonie, Melodie und Friedlichkeit.

    „Myriade“ weil es einfach verheissungsvoller ist als „Unzahl“. Es tönt mysteriös und so undurchsichtig, wie eine unvorstellbar grosse Zahl ja auch ist.

    „szintillieren“ als Begriff für funkeln. Ich finde dieses Wort in einem gewissen Sinne lautmalerisch, durch die Repetition des „i“s sehe ich das bedeutungsgebende flimmern wahrluch vor mir.

    Ich hoffe die Worte gefallen euch genauso gut wie mir.

  8. Peter sagt

    Mein Lieblingswort ist „Charivari“.
    Ein „Charivari“ ist bei uns in Bayern eine Schmuckkette, die hin und wieder zur Lederhose getragen wird. Mir gefällt besonders der Klang des Wortes.

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