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Vordenker - Vordenkerin - Definition - Wortschatz

Vordenker

Vordenker, der / Vordenkerin, die – jemand, der etwas denkt, bevor andere es denken; jemand, der durch sein Denken das Denken und die Meinung anderer beeinflusst – Der Vordenker scheint den meisten anderen, mehr oder weniger denkenden Wesen immer einen Gedanken voraus. Doch sollten wir stets vorsichtig sein, wer uns was vordenkt. So mancher Vordenker macht oder vielmehr denkt uns einfach nur was vor. Gerade in der heutigen Zeit, in der rückwärtsgewandte, menschenfeindliche Gedanken in zu vielen Köpfen umhergeistern, gilt es, selber nachzudenken, statt dem vermeintlichen Vordenker einfach nur nach zu denken. Zu viele selbsternannte Vordenker versuchen, uns das Denken abzunehmen, Herren über unsere Gedanken zu werden, unsere geistigen und wirklichen Welten unsicher zu machen. Lassen wir uns nichts vordenken, und denken wir selber nach, mit und vor!      

Vorabend - die schönsten deutschen Wörter

Vorabend

Vorabend, der – Abend vor einem bestimmten, oft besonderen Tag; Abend vor einem Festtag –  Der Vorabend – ein ganz besonderer Abend. Ein Moment der Vorfreude, der gespannten Ungeduld vor der nahenden Gewissheit. Eine letzte Ungewissheit: Was wird geschehen, wenn der Tag gekommen ist? Vorabend – Abend davor. Aber wovor? Abend vor dem nächsten Morgen, vor dem nächsten Tag, auf den dann wiederum ein Abend folgt, ein neuer Vorabend. Ohne Vorabend kein neuer Tag. Die meisten Abende nehmen wir allerdings nicht als Vorabende, sondern nur als einfache Abende wahr, als Ende eines Tages. Denn wenn wir nicht wissen, was der folgende Tag bringen wird, und wir uns auch nichts Besonderes von diesem neuen Tag erwarten, verliert auch der Vorabend seine Bedeutsamkeit. Der Abend davor ist dann einfach nur ein gewöhnlicher Abend. Und das wird er auch bleiben. Selbst wenn der folgende Tag dann ganz besonders sein wird, bleibt der Abend davor davon unberührt ein ganz normaler Abend. Rückwirkend zum Vorabend erklären lässt sich dieser Abend nicht mehr. Der Abend ist aber mehr als nur das Versprechen auf …

vormachen - die schönsten deutschen Wörter

vormachen

vormachen – jemandem zeigen, wie man etwas macht; einen falschen Eindruck erwecken, um eine andere Person zu täuschen; sich selbst täuschen, indem man sich von etwas Positivem überzeugt, das nicht der Wirklichkeit entspricht (sich etwas vormachen) – Einer macht es vor, und die anderen machen es nach. So einfach kann es manchmal sein. Wenn dieser eine das, was er vormacht, gut kann, hat es ja auch wirklich Sinn. Doch weiß, wer uns etwas vormacht, wirklich immer, was er tut, oder macht er uns – und womöglich auch sich selbst – nur etwas vor? Nicht jeder, der uns etwas vormacht, taugt wirklich zum Vorbild. Lassen wir uns also nichts vormachen!            

Vorreiter - die schönsten deutschen Wörter

Vorreiter

Vorreiter, der – jemand, der etwas tut, bevor andere auf die Idee kommen, dasselbe zu tun – Der Vorreiter ist sich seiner selbst und der Sache, für die er sich einsetzt, sehr sicher. Er hat den Entschluss gefasst, etwas als erster zu tun, er prescht vor, bildet die Spitze und geht voran, statt sich in der breiten Masse zu verstecken oder dieser gar hinterherzuhinken. Er zeigt all den Drückebergern, wo es lang geht. Die Vorreiterrolle übernimmt er gern, er will mit seinem oft bahnbrechenden Tun ein Wegbereiter für alle anderen sein, will Trends setzen. Anders als der Vordenker ist er ein Mensch der Tat. Er macht sich dabei keine allzu großen Gedanken, und Angst, sich zu vergaloppieren, hat er auch nicht.                 

ausleben - die schönsten deutschen Wörter

ausleben

(sich) ausleben – sein Leben ohne Einschränkungen genießen und zur vollen Entfaltung bringen; so sein, wie man wirklich ist, und dies ungehemmt leben und auskosten – Ein Wort der Toleranz und Aufgeschlossenheit, ein Wort für das Zusammenleben, ein Wort der Menschlichkeit, der Nachsicht und Offenheit, ein Wort, das dem Leben Sinn und Wert gibt, das Leben lebenswert macht. Sich ausleben, seine Einzigartigkeit erkennen, schätzen und entfalten, so sein, wie man wirklich ist, so leben, wie man will, nach seiner Fasson selig werden, nach den eigenen Vorstellungen leben und dabei glücklich sein – all das natürlich ohne unsere Mitmenschen im Ausleben ihres Lebens zu behindern. Leben und leben lassen, ausleben und ausleben lassen. Ist es vielleicht mit dem Ausleben so wie mit dem Ausschlafen? Wenn wir ausschlafen, dann schlafen wir so lange, bis wir nicht mehr müde sind, bis wir von allein aufwachen, ausgeschlafen sind und den Tag freudig in Angriff nehmen können. Niemand hat uns vorzeitig geweckt und aus unseren schönen Träumen gerissen. Wir brauchen keinen Schlaf mehr, die Nacht hat ihren Zweck erfüllt, wir …