Alle Artikel mit dem Schlagwort: Deutsch Wortschatz

Zufluchtsort - die schönsten deutschen Wörter

Zufluchtsort

Zufluchtsort, der – Ort, den man in der Not aufsucht, um Schutz und Hilfe zu finden; Ort der Geborgenheit – Auf der FluchtWo Kinder keine Kinder sein dürfen,die eigene Vergangenheit nicht mehr existiert,die Zukunft in weiter Ferne liegtund der Kampf ums Überleben die Träume verdrängt. ZufluchtsortWo Kinder versuchen können, wieder Kinder zu sein,die Vergangenheit wieder Teil der Gegenwart istund die Zukunft wieder erträumbar wird. Zufluchtsort – Endpunkt? Wendepunkt? Ausgangspunkt? Noch ein paar Gedanken zu diesem Thema seien erlaubt, in Zeiten, in denen Bürgermeister bedroht werden und zurücktreten müssen, weil sie sich für Flüchtlinge eingesetzt haben, Zeiten, in denen Flüchtlingsheime angegriffen werden und es immer mehr No-go-Areas (Dafür wollen wir übrigens gar kein deutsches Wort!) für Ausländer gibt, Zeiten, in denen selbsternannte Retter des Abendlands auf die Straße gehen, um gegen vermeintliche Überfremdung zu demonstrieren, Zeiten, in denen… Auf der Flucht sind alle gleich. Ärzte, Journalisten, Lehrer, Handwerker, Arbeitslose, Analphabeten… sind dann auf einmal alle nur noch… Flüchtlinge, Emigranten, Immigranten.Wirklich? Nur Flüchtlinge? Nur Immigranten? – Keine Menschen?Können wir die Bilder nur so ertragen? Können wir unser …

Tunichtgut - die schönsten deutschen Wörter

Tunichtgut

Tunichtgut, der – jemand, der Schlechtes tut – Der tut wirklich nicht gut! Niemandem. Ein Übeltäter, der nichts Gutes im Schilde führt, Unfug treibt und Schlimmes anrichtet. Ein sich herumtreibender, nichtsnutziger Hallodri, ein Taugenichts, ein Lump, ein Gauner und Galgenvogel, dem man besser nicht über den Weg läuft. Und wenn sich die Wege doch einmal kreuzen, man ihm nicht mehr aus dem Weg gehen kann, aber auch kein Weg mehr an ihm vorbeigeht, dann sollte man ihm auf gar keinen Fall über den Weg trauen. Keineswegs.                     

vollschlank - die schönsten deutschen Wörter

vollschlank

vollschlank – füllig, rundlich, dicklich, dick – Natürliche, anschmiegsame Sie im besten Alter, vollschlank, unternehmungslustig, sucht stattlichen Ihn zum gemeinsamen Wälzen im Dreck und was sich sonst noch so ergibt. Wer hat Lust, mit mir durch dick und dünn zu gehen? Vollschlank. Da hat sie wirklich nicht zu dick aufgetragen. Und ob die Sau jetzt fett ist oder nicht, spielt ja auch keine Rolle, es geht ja schließlich nicht um die Wurst. Und das Wichtigste ist ja ohnehin, dass man rundum glücklich ist. Wer nicht mehr gertenschlank ist, seinen Körperumfang aber auch nicht verschweigen will, sich selbst allerdings auch nicht als dick bezeichnen möchte, kann auf dieses schöne Wort zurückgreifen: vollschlank. Zwei Personen. Die eine ist voll schlank und die andere vollschlank. Beides hört sich gut an, doch dazwischen liegen viele Kilos und Zentimeter. Nichtsdestotrotz können die beiden natürlich dicke Freunde werden. Andere sprachliche Möglichkeiten, die Körperfülle ganz nett zu verhüllen sind: füllig, rundlich, pummelig, mollig, kräftig, üppig, wohlgenährt, gut gepolstert. Da gibt es doch wirklich keinen Grund, sein Fett wegzukriegen, oder?       …

Strohwitwer - die schönsten deutschen Wörter

Strohwitwer

Strohwitwer, der Strohwitwe, die – ein Mann, der vorübergehend ohne seine Frau oder ohne seine Lebensgefährtin zu Hause ist, bzw. eine Frau, die vorübergehend ohne ihren Mann oder ohne ihren Lebensgefährten zu Hause ist – Wenn die Frau früher einmal für längere Zeit weg musste, dann machte sie sich vorher viele Gedanken darüber, wie ihr Mann diese Zeit ohne sie im Haushalt überleben könnte: Sie kaufte ein, kochte vor, legte ihm vielleicht sogar noch die Klamotten raus. Die Frau im Haus war unersetzbar, früher, und das war ein Kompliment für jede Frau, früher. Die Zeiten ändern sich: Selbst ist die Frau von heute. Selbst sind viele Männer von heute. Selbst sollten noch mehr Männer von heute sein. Kümmerte sich die Frau früher um alles, so stellte man ihr damals ein gutes Zeugnis aus. Muss sie sich auch heute noch um alles kümmern, so ist es eher der Mann, der ein Zeugnis bekommt, ein Armutszeugnis. Die Zeiten ändern sich auch noch in anderer Hinsicht. Zum einen muss man heutzutage nicht mehr verheiratet sein, um zum Strohwitwer …