Alle Artikel mit dem Schlagwort: Deutsch Wortschatz

Paragrafenreiter - die schönsten deutschen Wörter

Paragrafenreiter

Paragrafenreiter, der – jemand, der sich in übertriebener Weise und peinlich genau an Gesetze und Vorschriften hält – „Und kann man da nicht mal eine Ausnahme machen? Es schadet doch wirklich niemandem. Sie müssen doch auch einsehen, dass es das Vernünftigste ist. Nein? Wirklich nicht?“ Mit gesundem Menschenverstand braucht man ihm da erst gar nicht zu kommen. Denn damit weiß der Paragrafenreiter nichts anzufangen, einzig die Paragrafen des Gesetzes sind ihm heilig, denn alles muss vorschriftsmäßig ablaufen, Ausnahmen werden nicht gemacht. Er zelebriert den Ritt auf den Paragrafen, gefällt sich in seiner Rolle als selbsternannter oberster Gesetzes- und Ordnungshüter und ist unfähig, einmal ein Auge zuzudrücken, ein bisschen Flexibilität an den Tag zu legen, sich einfach mal locker zu machen und fünfe gerade sein zu lassen. Das alles hat oft nichts mehr mit gewissenhaftem, verantwortungsbewusstem Handeln zu tun, auch wenn er sich selbst, wenn nicht als Retter des Abendlandes, so doch zumindest als Retter von Recht und Ordnung sieht. Unangenehm wird es, wenn dieser kleinkarierte Besserwisser, Korinthenkacker und spießbürgerliche Bürokrat meint, darauf achten zu müssen, …

hundemüde - die schönsten deutschen Wörter

hundemüde

hundemüde – sehr müde, sehr erschöpft – übernächtigt, übermüdet, unausgeschlafen, ruhebedürftig, schlafbedürftig, bettreif, schlaftrunken, geschafft, erschöpft, ermattet, kaputt, abgespannt, kraftlos, mitgenommen, fertig, abgekämpft, erledigt, abgeschlafft, hin, k.o., ausgepumpt, ausgepowert, ausgelutscht, ausgelaugt, groggy, platt, saumüde, todmüde, sterbensmüde, fix und fertig, wie erschossen, wie gerädert, am Ende, im Eimer, im Arsch … hundemüde, reif fürs Bett. Gute Nacht!            

Habenichts - die schönsten deutschen Wörter

Habenichts

Habenichts, der – eine Person, die arm ist; jemand, der keinen Besitz hat – Was man hat, das hat man. Aber wenn man nichts hat, dann hat man nichts. Man ist ein Habenichts und wird es wohl auch bleiben, denn es gibt weder einen Hattenichts noch einen Habjetztwas. Was es allerdings gibt, sind Neureiche, also Personen, die (wie auch immer) zu Reichtum gekommen sind und das Bedürfnis haben, dies auch ständig zu zeigen. In der deutschen Sprache gibt es einige schöne Wörter, die Personen sehr treffend beschreiben. Dazu gehören auch der Alleskönner, der Möchtegern, der Nichtsnutz, der Taugenichts, der Tunichtgut und der Wichtigtuer.                

Kopfkino - die schönsten deutschen Wörter

Kopfkino

Kopfkino, das – Erinnerung an etwas Erlebtes, das gedankliche Ausmalen von Zukünftigem oder fantasiereiche Vorstellungen, die wie ein Film in Gedanken ablaufen – Warum ich so grinse? Kopfkino! Kennt ihr das? Ihr steht inmitten von Menschen und müsst plötzlich grinsen, weil ihr euch an etwas Lustiges erinnert. Kopfkino! Kopfkino ist auch ganz praktisch, wenn man sich langweilt oder mit langweiligen Menschen zusammensitzt. Man zieht sich in die Welt seiner Gedanken zurück, alles um einen herum verblasst, die Geräusche verebben…  und dann: Film ab! Der Film läuft. Kopfkino. Ganz großes Kino! In Gedanken malen wir uns aus, was geschehen wird, wie schön es doch wäre, wenn… Vorstellungskraft. Auch das ist Kopfkino. Und dieses Kino im Kopf ist oft noch besser als der Film der Wirklichkeit, ganz so, wie das Buch immer besser ist als seine Verfilmung.